Musikwelt

Straßenmusik – was man beachten muss

Wenn es draußen wieder endlich wärmer und freundlicher wird, ist der Frühling nicht mehr weit entfernt. Bei Temperaturen, die zaghaft langsam wieder zweistellig werden, trauen sich auch einige (Hobby-)Straßenmusiker wieder vermehrt in die Fußgängerzonen. Die Idee, sich auch mal an der Straßenmusik zu versuchen, ist vielleicht bei dem einen oder anderen mal aufgetaucht. Die Motivation sein Können wildfremden Passanten zu präsentieren, ist nicht nur das Geld, sondern auch vielleicht ein Test. Ein Test, wie man selbst vor einem großen Publikum, das sehr verschieden sein kann, ankommt. Doch einfach so sein Instrument schnappen und loslegen kann man nicht. Bevor man sich in der Fußgängerzone beweisen kann, gibt es einige Dinge, die zu beachten sind:
Welche genauen Vorschriften zu beachten sind, ist von Stadt zu Stadt verschieden. Daher sollte man sich vorher immer kurz informieren, was in der jeweiligen Wunschstadt erlaubt ist und was nicht.
So kann sich beispielsweise in München nicht jeder einfach irgendwo hinstellen und spielen, sondern muss sich vorher nicht nur bei der Stadt anmelden, sondern auch etwas aus seinem Repertoire vorspielen. Erst dann wird entschieden, ob man spielen darf oder nicht. So sollen vor allem die Nerven der Passanten geschont werden.    

Einige Grundsätze sind aber trotzdem in so ziemlich jeder Stadt zu beachten:

In der Regel ist elektronisch (durch Verstärker, PAs o.ä.) verstärkte Musik fast überall unerwünscht und man sollte sich daher vorher genauestens informieren oder – wenn möglich – darauf verzichten. Denn sonst wird das Straßenkonzert wahrscheinlich relativ schnell vom Ordnungsamt beendet.
Trotzdem sollte man es schaffen auch ohne elektronische Hilfe gut (aber nicht zu laut) hörbar zu sein, um von den Passanten überhaupt wahrgenommen werden zu können.
Darüber hinaus empfiehlt es sich, nicht allzu lange am selben Platz stehen zu bleiben. Es kommt relativ häufig vor, dass man nach ca. einer halben Stunde den Platz wechseln muss, um andere Musiker nicht zu benachteiligen. Schließlich sollen ja alle die Möglichkeit bekommen an den begehrten Plätzen zu spielen.

Was das Equipment betrifft:

Man sollte nicht das beste und empfindlichste Instrument mitnehmen, das man besitzt. Vor allem wenn es draußen (noch immer) kalt ist, muss das Instrument so einiges aushalten. Auch ein guter Koffer, der vor Stoßschäden schützt und beim Transport hilft, ist sicherlich eine gute Idee.
Auch einen kleinen 1. Hilfe Koffer mit ein bisschen Werkzeug, neuen Saiten etc. sollte man dabei haben.
Noch bequeme Kleidung und vielleicht noch eine kompakte Sitzgelegenheit und schon kann es losgehen.
 
Wie findet ihr Straßenmusiker? Bleibt ihr auch mal stehen und hört zu? Habt ihr es vielleicht sogar schon selbst einmal probiert?

Bildquelle: Alejandro Lopez via www.unsplash.com

4 thoughts on “Straßenmusik – was man beachten muss”

  1. Bei den Thema fiel mir sofort “Passenger” ein, der den Sprung von der Straße in die Charts geschafft hat, aber nach wie vor gerne “vor Ort” singt und spielt.

    Vielleicht weil das Publikum ehrlicher, kritischer und realer ist.

    Ich habe es nie selber probiert, doch bewundere ich den Mut der Leute, auch wenn einige zugegebenermaßen nerven.

    Do ich habe vor Jahren spontan eine CD von jemand gekauft, der besser war las viele die im Radio laufen. leider ist sie beim Umzug verloren gegangen…:(

    Respekt vor den Straßenmusikern, denn sie sind ein Teil der Stadt…

    LG

    Maccabros

  2. Huhu..

    Ganz ehrlich? Ich bin froh das ich in keiner Großstadt lebe. Ich mag Straßenmusik einfach nicht und finde diese sehr nervig. Aber geschmäcker sind ja verschicken. Deine Tipps werden den einen oder anderen sicherlich helfen. Auf jeden Fall ist dein Text gut beschrieben, nur passende Bilder wären schöner Gewesen ^^. Aber diese, sind auch sehr hübsch.

    Liebe Grüße

  3. Ich habe vor 35/40 Jahren viel Strassenmusik als Opernsänger gemacht. In Zürich, in München, in Stuttgart. Einfach a capella. Das waren für mich neben der guten Einnahmen vor allem Erfahrungen. Es entstanden daraus auch Engagemens. Menschen, die eigentlich an mir vorbeilaufen wollten, konnte ich zum Stehenbleiben und Zuhören erobern. Ich für mich habe das Strassenmusikmachen als eine gute Schulung empfunden und würde diese Erfahrung jedem Musiker wünschen. Vor allem auch, um aus dem Elfenbeinturm herauszukommen.

  4. Ich habe in Hamburg letztes Jahr ein paar richtig geile Straßenmusiker gesehen, die auch noch supertolle Musik gemacht haben. Bei uns findet man leider nur den einen alten Mann mit dem Akkordeon. Schade eigentlich, durch tolle Straßenmusiker ist immer eine schöne Atmosphäre in der Fußgängerzone..

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