Gesundheit und Fitness Lifestyle

No Planet B


“We deal with this world as if we had a second one in the trunk.” (Jane Fonda)

 
“Naja, ich hätte ganz einfach sehr gern, dass auch meine Kinder und Enkelkinder noch etwas von dieser Welt haben” – so lautete die Antwort einer vegan lebenden Kommilitonin von mir auf die Frage, warum sie sich denn für diese Lebensweise entschieden habe. Eine Antwort, die mir wieder einfiel, als ich feststellen musste, dass wir ganze 2,5 Erden brauchen würden, wenn jeder Mensch genau so leben würde wie ich. Den eigenen ökologischen Fußabdruck auf der Erde so klein halten, dass auch die folgenden Generationen noch etwas davon haben – das wäre ein Ziel, das auch ich gern erreichen würde.
 

 

Aber wie?

Je mehr ich mich mit der Frage auseinandersetze, wie man ein nachhaltiges, umweltbewusstes Leben gestalten kann, desto größer und unlösbarer erscheint mir dieses Ziel. Ernährung, Konsum, Mobilität, Körperpflege,… – wer nachhaltig und umweltbewusst leben möchte, ist auf kurz oder lang dazu gezwungen nahezu jeden Aspekt seines Lebens zu überdenken. Und je mehr ich überdachte und recherchierte, desto mehr Abgründe taten sich auf. Abgründe, von denen ich vorher nicht gewusst hatte, dass sie existieren. Dass man sich beispielsweise mit Plastik die Zähne putzen kann, war mir bisher nicht vollständig bewusst. Genau so wenig war mir klar, dass ich sicherlich auch Kosmetika zuhause rumstehen hatte, die hormonell wirksame Stoffe beinhalten. Und auch von Mulesing hatte ich vorher noch nichts gehört.
 

 
Je mehr ich also die verschiedenen Aspekte meines täglichen Lebens genauer untersuchte und hinterfragte, was sich denn da so alles in meinen heimischen Regalen ansammelt, desto unsicherer wurde ich mir, ob ich das jemals alles würde bewältigen können. Denn auch die Suche nach möglichen Alternativen ist ziemlich komplex und gestaltet sich häufig sehr schwierig. Hat man das Mikroplastik nach einem Blick auf die Inhaltsstoffe der Zahnpasta erfolgreich vermieden, schleust man es unter Umständen beim Waschen der Fleecejacke doch wieder ins Wasser. Gerade über die hormonell wirksamen Stoffe informiert, stellt man fest, dass man sich auch ungern Mineralöl ins Gesicht schmieren möchte. Und dass Menschen Tieren extrem furchtbare Dinge antun können, nur um an möglichst viele günstige Lebensmittel und/oder Kleidung zu kommen, ist denke ich jedem klar.
 

Schritt für Schritt

Ich möchte trotz des noch immer bestehenden Gefühls der Überforderung versuchen, meinen ökologischen Fußabdruck zu verringern. Indem ich kleine Schritte gehe und so zwar langsam, aber immerhin stetig weiter komme. Bis ich irgendwann so weit bin, dass die Menschheit nur noch eine einzige Erde braucht. Da wir keine zweite haben, sollten wir mit dieser einen nämlich besonders gut umgehen.

5 thoughts on “No Planet B”

  1. Ein sehr interessanter Beitrag Liebes, regt auf jeden Fall zum Nachdenken an! Ich glaube jeder kleine Schritt bringt etwas, ich beschäftige mich auch immer mehr mit dem Thema 🙂

    Liebe Grüße, Caro x
    http://nilooorac.com/

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