Kolumne Lifestyle Musikwelt

Musik & Du: Christmastime

IMG_0027.JPG
 
Ich muss zugeben: Bei dem Thema, das Maribel in diesem Monat gewählt hat, musste ich etwas länger überlegen. Weihnachtssongs und ich sind so eine Sache für sich. Denn viele davon gibt es für mein Empfinden schon viel zu lange, um sie noch gut finden zu können. Feliz Navidad ist beispielsweise so ein Kandidat und Last Christmas weckt bei mir schon seit Jahren Fluchtreflexe.
Verschlimmert wird die ganze Sache noch dadurch, dass man ab Mitte August quasi einer permanenten Dauerbeschallung durch Weihnachtslieder ausgesetzt ist – und das vorzugsweise an Orten, an denen mir alles andere als besinnlich zumute ist. Wenn es kurz nach Feierabend mal wieder so richtig voll an der Supermarktkasse ist, ist es mir völlig egal, wer da gerade von einer weißen Weihnacht träumt und die Beschallung von gleich mehreren, verschiedenen Weihnachtsliedern aus den Boxen der zahlreichen Stände auf dem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt, während ich mich mit schweren Taschen durch die Menschenmassen kämpfe und eine Mischung aus Schnee und Regen mir permanent ins Gesicht regnet, trägt auch nicht unbedingt zur puren Entspannung bei.

Silent Night

Ich bin kein Grinch, absolut nicht. Aber: Wirklich jedes Jahr immer und immer wieder dieselben Songs (die ja leider noch nicht einmal anders arrangiert werden – das würde die ganze Geschichte vielleicht etwas aufpeppen) in Dauerschleife zu ertragen, ist für mich nicht einfach.
Dennoch gibt es ein Lied, das ich bisher jedes Jahr an Heiligabend gehört habe. Stille Nacht, heilige Nacht ist traditionell das letzte Lied, das in der Kirche zum Schluss der Weihnachtsmesse gesungen wird. Erst danach ist, zumindest war es bei uns immer so, wirklich Weihnachten. Erst danach macht man sich auf den Weg nach Hause und sieht was einem das Christkind gebracht hat.
Und passenderweise ist bei diesem Lied der Name noch Programm. Denn das Schöne an Weihnachten sind nicht die Geschenke oder das Essen. Weihnachten bedeutet Zeit. Zeit für Menschen, die einem wichtig sind. Und Zeit bedeutet Ruhe. Erst dann, wenn alle Lautsprecherboxen aus Supermarkt, Weihnachtsständen und Co den Mund halten. Wenn der ganze Konsum und (Alltags-)Stress für eine Zeit die Klappe halten. Erst dann ist wirklich Weihnachten.
 

 
Bildquelle: www.shutterstock.com

4 thoughts on “Musik & Du: Christmastime”

  1. Aww yeah! Sehr gut. Gefällt mir außerordentlich. Ich bin halt auch schon seit seine Version von “Feeling Good” damals rauskam, ein absoluter Michael Bublé Fan! Die Weihnachtsalben gehören bei mir auch jedes Jahr dazu 🙂
    Freue mich übrigens wahnsinnig, dass du wieder mitgemacht hast! ♡

  2. Nun ja – im Prinzip gebe ich Dir Recht – ich weiß nicht wer dümmer ist, die, die schon Ende August Weihnachtsgebäck kaufen oder die, die es verkaufen?

    Es war einmal, sollte etwas besonderes sein und mit Liedern zur Weihnachts-oder Advendszeit ist es ähnlich.

    Ich oute mich noch mal – ich höre nach wie vor Last Christmas gern und bin auch wieder 20 beim Mitsingen oder Schauen.

    Und bei allen Songs, gehören wenige dazu, dass Weihnachten IST, wie Stille Nacht – sei es von Bing Crosby, oder Mr. Buble(krieg das Teil nicht hin)

    In diesem Sinne uns allen ein ruhiges, normales Weihnachten…

    LG

    Maccabros

  3. Hach, die CD von Michael läuft bei mir seit dem Vorjahr in Dauerschleife beim Auto fahren. Ich mag dieses Album soooo sehr und ich find es ist auch so angenehm zu hören. Ohne zu nerven. Diese Stimme ist einfach gemacht für Weihnachtslieder!

Leave a Reply