Kolumne

Konzertknigge: Bandshirts

_MG_8884.b“Es gibt ein ungeschriebenes Gesetz in der Musikszene: Wer etwas auf sich hält, trägt bei einem Konzert niemals ein T-Shirt der auftretenden Band”  – so steht es in einem Artikel geschrieben, den ich gerade im Zuge der Arbeit an meiner Bachelorthesis gelesen habe.

Tatsächlich ist diese Aussage im Bezug auf meine Person zutreffend. Wenn ich mich richtig erinnere, trug ich bisher noch nie bei einem Konzert einen Fanartikel der gerade auftretenden Band. Das lag allerdings nicht an diesem“ungeschriebenen Gesetz”, sondern geschah aus praktischen Gründen oder war schlicht dem Zufall geschuldet. Es ist zwar nicht unbedingt zwingend notwendig sein Fandasein speziell auf Konzerten mittels Fanshirts und Co noch einmal ausdrücklich zu betonen, aber eben meiner Meinung nach auch nicht peinlich oder schlimm. Warum auch?

Im Bezug auf die Wahl des richtigen Outfits kann man allgemein einige Fehler begehen. Auf Konzerten daher prinzipiell auch (beispielsweise Highheels auf einem Metalkonzert), aber genau wie zu jedem anderen Anlass auch gilt für Konzerte: jeder sollte das tragen, was ihm gefällt und worin er sich wohl fühlt. Wenn das Outfit dann auch noch auf den Anlass abgestimmt wird (beispielsweise bei Festivals wetterfeste Kleidung, die auch etwas Dreck vertragen kann) und gut sitzt, sind auch T-Shirts der auftretenden Band in Meinen Augen absolut in Ordnung und auf gar keinen Fall ein Fauxpas.

Ps:Ich muss zugeben, dass das Foto ein wenig älter ist (wie man wohl unschwer an der Haarlänge erkennen kann). Eigentlich hatte ich vor heute ein tolles, aktuelles Foto zu machen, aber leider leider macht das Wetter mir momentan häufiger mal einen Strich durch die Rechnung.

12 thoughts on “Konzertknigge: Bandshirts”

  1. Das ungeschriebene Gesetz kann ich voll unterschreiben. Macht ja auch keinen Sinn, weiß ja jeder, dass man die Band gut findet, die da grade spielt – sonst wäre man ja nicht da. Und ist auch nicht so wie ein Trikot beim Fußball, wo man sich vom Gegner abgrenzen möchte. Ausnahme ist natürlich auf Festivals, da ist es dann schon eher wie beim Sport.

  2. Ehrlich gesagt, kaufe ich mir nie Bandshirts, aber einige meiner Freunde besitzen etliche und ich würde vermuten, sie folgen dem “ungeschriebenen Gesetz”. Es wird an besagtem Abend höchstens ein neues Shirt der Band dazu gekauft. 😉 Gut finde ich, dass es ja inzwischen auch oft Bandbeutel gibt. Eine Jutebeutel geht ja irgendwie immer, aber den würde ich dann auch nicht mit auf ein Konzert der selben Band nehmen.

    Das Foto gefällt mir übrigens auch sehr gut! Ein richtiger Eyecatcher! 🙂

    Liebste Grüße
    Anna

  3. Oh ja, besonders bei kleinen Hardcore-Konzerten wird man direkt abgestraft, wenn man ein Shirt der auftretenden und/oder falschen (nicht passenden) Band trägt. Da ist es echt so’n “Sehen und gesehen werden”, ziemlich nervig manchmal.

  4. Das Gesetzt kenne ich, habe es immer befolgt, aber meist deswegen, weil mir die Shirts in der Regel zu teuer sind und sie nach 2 x waschen zu klein und zu verwaschen sind.. 🙂

    Du hast noch die Ramones gesehen?

    LG

    Maccabros

  5. Dann bin ich ja echt froh, dass nicht nur bei mir so beschissenes Wetter ist, wenn ich nämlich bei andren Bloggerinnen vorbei schau, haben die ausnahmslos strahlenden Sonnenschein und ich steh irgendwie seit Tagen im Regen rum :DD
    Trotzdem ein hübsches Bild, aber die langen Haare gefallen mir trotzdem ein bisschen besser 🙂
    Und ich find eigentlich auch, dass es total egal ist was man auf einem Konzert trägt…nur eben wie du sagst vllt nicht unbedingt High Heels, wobei ich auch das schon erlebt hab 😀 Und sich dann beschweren, wenn se sich die Knöchel brechen!
    Ich hatte jetzt5 auch noch nie ein Bandshirt auf dem jeweiligen Konzert an. Im Gegenteil meistens trag ich sogar Shirts von andren Bands^^ Was ich aber auch nicht schlimm finde, denn immerhin spielen mittlerweile auch fast alles Bands auf ihren Konzerten mindestens ein Lied, dass ne andre Band geschrieben hat 😀

    1. Da muss ich dir zu 100% recht geben! Das ist ein bisschen wie mit dem zusammenwohnen! Das geht nicht mit jedem…im Gegenteil, das geht echt nur mit einem ganz ganz ganz extrem kleinen Kreis Menschen. Bei Verena bin ich mir sicher, dass es ganz extrem gut funktionieren würde, weil wir beide Menschen sind, die sehr eigenständig leben. Habs gerade bei Rock’n’Heim gemerkt. Jeder hat sein eigenes Ding gemacht und trotzdem haben wir es zusammen gemacht. Wir müssen nicht gegenseitig aufeinander aufpassen… weist du wie ich mein? Wir können weggehn zusammen und uns dann auch mal 2 Stunden nicht sehn. Der eine ist nicht drauf angewiesen, dass der andre bei ihm ist. Das macht es so cool und diese Art macht es dann eben auch möglich sowas stressfrei zusammen durchzuziehen. Da brauch man einfach extrem unkomplizierte Menschen für sowas. Und ich denk solang man noch keien kinder hat, ist es nie zu spät sowas zu machen 🙂 Also ich bin mir sicher, du ziehst das auch noch durch!!
      Ich wünsch dir ein tolles wochenende!
      Und vielen Dank 🙂

  6. wenn jemand schon eeeewig im geschäft ist und ein junges & altes publikum anspricht, fänd ich es witzig, besucher/innen zu sehen, die z.b. ein tourshirt mit den daten von vor 30 jahren tragen ^^

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